Zahl der Einbrüche steigt weiter an




Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland ist weiter gestiegen. Im Jahr 2015 wurden den Wohngebäudeversicherern 160.000 versicherte Wohnungseinbrüche gemeldet und damit ca. ein Drittel mehr als noch vor 5 Jahren.

Die Hausratversicherer leisteten 530 Millionen Euro an ihre Kunden – ein Anstieg von über 50 Prozent innerhalb von fünf Jahren.

Im Durchschnitt kostet ein Einbruch 3.250 Euro


Geld, Schmuck und teure Mobiltelefone, Tablet-Computer und Digitalkameras finden sich in fast jedem Zuhause – meist in mehrfacher Ausführung. Diebe haben es besonders auf solche technische Geräte abgesehen, da sie einen hohen Wiederverkaufswert haben.

Der durchschnittliche Schaden nach einem Einbruch liegt mit 3.250 Euro seit Jahren auf einem konstant hohen Niveau.

Studie Wohnungseinbruch: Tat und Folgen

Studie Wohnungseinbruch: Tat und Folgen

Methoden des Einbruchs

Einbrecher erkennen die Schwachstellen an einem Haus oder einer Wohnung und nutzen diese für ihr Eindringen. Egal ob Fenster und Tür – die Einbruchmethoden ähneln sich.

Einbruchwerkzeug

Oft reicht die günstige Gelegenheit und rohe Gewalt. In fast 80 % der Fälle konnte nicht ermittelt werden, welches Werkzeug zum Einbruch genutzt wurde. Vielfach kam gar kein Werkzeug zum Einsatz, sondern es wurde die „günstige Gelegenheit“ (z. B. offene Fenster) genutzt oder körperliche Gewalt eingesetzt. Konnte das Einbruchwerkzeug identifiziert werden, waren es meist Schraubendreher.

Einbruchschaden

Gestohlen wird, was sich leicht verkaufen lässt. Bei den vollendeten Wohnungseinbrüchen wurden am häufigsten entwendet: Schmuck und Uhren, Bargeld,elektronische Kleingeräte (wie z. B. Fotoapparate und Mobiltelefone), EDV-Hardware sowie Unterhaltungselektronik
wie Fernseher, Musikanlagen und Spielekonsolen.

Zustand der Wohnung danach

Meist wurden die persönlichen Sachen der Opfer durchwühlt. Bei jedem zweiten Einbruch wurde die Wohnung größtenteils oder teilweise verwüstet. In 41,5 % der Fälle blieben die Wohnungen nahezu unverändert.

Wer sind die Tatverdächtigen?

Der Einbrecher ist meist männlich, im Schnitt 28 Jahre alt und ledig. Über 80 Prozent der Tatverdächtigen waren männlich. Das Durchschnittsalter aller Tatverdächtigen lag bei 28 Jahren. Knapp drei Viertel waren zur Zeit der Ermittlung jünger als 35 Jahre alt, wobei die 21- bis 34-Jährigen mit einem Anteil von 37,7 % am stärksten vertreten waren.

Die Täter

Einbrecher kommen selten allein. Tatverdächtige und die Gruppe der Täter unterscheiden sich geringfügig. Die in Folge eines Wohnungseinbruchs rechtskräftig verurteilten Personen sind überwiegend männlich (89,9 %), durchschnittlich 26,3 Jahre alt, meist in Deutschland geboren (56,6 %) und zum Zeitpunkt der Tat häufig bereits vorgeahndet (79,1 %).

Polizeiliche Ermittlung

Zeugen liefern häufig die entscheidende Grundlage für einen Tatverdacht. Der Tatverdacht der Polizei basiert am häufigsten auf Zeugenaussagen (47,2 %), auf Zusammenhängen mit anderen Einbrüchen (26,1 %), auf dem „Ertappen auf frischer Tat“ bzw. dem Ergreifen in Tatortnähe (15,9 %) und auf Spuren (14,8 %).

Zufriedenheit mit dem Versicherer

Ein Viertel aller Haushalte verfügte zum Zeitpunkt der Tat über keine Hausratversicherung, u. a. deshalb, weil man sich bis zum Einbruch keine Gedanken darüber gemacht hat. Diejenigen Befragten, die über eine Hausratversicherung verfügten, waren weitestgehend mit der Schadenregulierung zufrieden. Rechtliche Auseinandersetzungen mit dem Versicherer stellen die Ausnahme dar.

Über Uns

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